Doch – Du allein machst sehr wohl einen Unterschied

by - Freitag, März 29, 2019


– "Ich allein kann nichts bewirken."
– "Ich habe nichts zu sagen, was nicht bereits gesagt wurde."
– "Meine Idee hatte schon jemand anderes vor mir."

Was diese Sätze gemeinsam haben? Sie suggerieren allesamt, dass keine Notwendigkeit darin besteht, dass du selbst aktiv wirst. Sie spielen dir in die Karten, in der eigenen Komfortzone zu bleiben. Lassen deine negativen Glaubenssätze – "meine Meinung und mein Handeln ist nichts wert" – weiterhin dein Leben dominieren.Was würde passieren, wenn ich dir sage, dass du sehr wohl einen Unterschied machst? Dass diese Welt dich braucht? Dass sie hören will, dass du deine Stimme erhebst?

Als ich angefangen habe zu bloggen, habe ich mich oft gefragt, ob das überhaupt sinnvoll ist, wo es doch bereits einige Green-Blogger auf dem deutschen Markt gibt, die eine ähnliche – oft sogar konsequentere – Haltung einnehmen, wie ich. Aber wenn wir jedes Mal unseren Stift fallen lassen würden, nur weil irgendjemand unser Herzensanliegen bereits thematisiert hat, dann könnten wir uns ja alle gemütlich zurücklehnen und Däumchen drehen. Ich bin davon überzeugt, dass genug Platz ist, für jeden von uns. Jeder transportiert sein Anliegen anders. Bei jedem steckt ein anderer kreativer Prozess dahinter. Und jeder kann durch seine eigene Authentizität einen Leser oder eine Leserin an der richtigen Stelle treffen.

Du allein machst sehr wohl einen Unterschied. Du kannst handeln und aktiv werden. Menschen zum nachdenken anregen. Etwas auf dieser Welt verändern.

Ich war noch nie gut darin, mich bloß berieseln zu lassen. Ich möchte Gegebenheiten verstehen lernen. Wissen, warum unsere Welt so funktioniert. Herausfinden, was sich hinter Gerüchten wirklich verbirgt. Aber dieser Wissensdurst macht müde. Sich mit unserer Welt und der Gesellschaft auseinanderzusetzen verlangt automatisch, dass wir Stellung beziehen. Dass wir ins Handeln kommen. Verantwortung übernehmen. Und das kann auslaugen. Erschöpfen. Denn manchmal habe ich das Gefühl, nichts bewirken zu können. Auf nichts einen Einfluss zu haben. Alles entrinnt mir, wie Sand, der mir zwischen den Fingern wieder entgleitet.

Genau deshalb ist es so wichtig, dass jeder von uns seinen Mund aufmacht und wir uns die Arbeit teilen. Wenn wir all unsere Stimmen zusammenaddieren, sind wir noch lauter. Und das ist insbesondere bei gesellschaftskritischen Themen unfassbar wichtig, um überhaupt irgendwas ins Rollen zu bringen. Um ein Umdenken zu bewirken. Darum will ich dich dazu ermutigen, endlich mit dem Projekt anzufangen, dass dir die ganze Zeit im Hinterkopf herumschwirrt. Ich möchte dich ermutigen, dich endlich für die Themen einzusetzen, die dir am Herzen liegen. Das kann schon damit anfangen, die eigenen Routinen zu überdenken. Einmal mehr den Bus zu nehmen. Nicht sieben Tage die Woche Fleisch zu essen oder nicht drei verschiedene Shampoos zu kaufen. Und ich kann dir jetzt schon versichern: Wenn du anfängst, zu hinterfragen und Verantwortung zu übernehmen, erst dann nimmst du wirklich bewusst am Leben teil.

Für eine lange Zeit habe ich mich gewundert, warum keiner seine Stimme erhebt. Dann habe ich begriffen: Ich bin auch jemand.









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