7 Healthy Life Tips: Was ich in den letzten Jahren gelernt habe

by - Sonntag, Juni 24, 2018


Die eigene Gesundheit ist ein großer Segen, dem wir uns oft gar nicht so wirklich bewusst sind. Wenn ich auf die vergangenen fünf Jahre zurückblicke, so habe ich einen unglaublichen Wandel hingelegt. Damals war ich ständig bis in die Nacht unterwegs, konnte nichts wirklich aufarbeiten und habe meinen Körper behandelt, als wäre er mein größter Feind. Das rächt sich heute immer noch an manchen Tagen. Dieses Langzeitgedächtnis erinnert mich daran meiner Gesundheit einen ganz neuen Stellenwert einzuräumen. Ich weiß mittlerweile immer besser was mir gut tut und wie ich meinen Körper behandeln muss, damit er meinem Lebensstil standhält. Bin unglaublich dankbar für jede Erfahrung, aus der ich etwas lernen konnte. Ich versuche jeden Tag auf die Signale meines Körpers zu hören, darauf entsprechend zu reagieren und zu erleben, was schon klitzekleine Veränderungen bewirken können. Was ich in den letzten Jahren so alles gelernt habe?

1. Ich muss keinem Ernährungstrend folgen 

Zu Beginn des Jahres hatte ich auf Empfehlung das intermittierende Fasten für mich entdeckt. Fast zwei Monate habe ich mich nach der 16/8-Methode ernährt, sprich innerhalb von acht Stunden meine Mahlzeiten zu mir genommen und daraufhin 16 Stunden gefastet. Ich wollte mir selbst ein Bild von den positiven Resultaten machen, die dem Fasten nachgesagt werden, und habe mich auch ganz wohl damit gefühlt. Mittlerweile halte ich mich nicht mehr an irgendwelche Zeitrahmen und esse stattdessen dann, wenn ich Hunger habe. Ich muss unter der Woche noch vor fünf Uhr aufstehen, dass es einfach unrealistisch wurde erst gegen 12 Uhr zu frühstücken. Es stellte aber ebenfalls ein Problem dar, dass ich während meines 8-Stunden-Zeitraumes oft so wenig Zeit zum Essen hatte, dass ich gar nicht alle meine Nährstoffe aufnehmen konnte. Es gäbe hier noch die Möglichkeit sein Zeitfenster anzupassen, allerdings war das in meinem Fall schwer zu realisieren. Das sind alles nur meine subjektiven Erfahrungen und ich kenne auch einige Menschen, die auf die 16/8-Methode schwören. Ich für meinen Teil merke allerdings, dass ich viel weniger übers Essen nachdenke, wenn ich keine bestimmten Zeiten beachten muss. Manchmal sind automatisch 16 Stunden fasten dazwischen, oft aber auch nicht – und das ist okay. 

2. Tierische Produkte gehören nicht auf meinen Teller 

Ein heikles Thema, deshalb muss ich dazu sagen: Ich verurteile niemanden für seine Essgewohnheiten. Ich esse nun seit über fünf Jahren kein Fleisch und kein Fisch mehr und kann es mir vor allem aus ethischen Gründen gar nicht mehr anders vorstellen. Ich möchte keine Industrie unterstützen, die zu perversen Mitteln greift, nur damit ich etwas genüsslich essen kann. Es gibt so viele bunte, nährstoffreiche, vegane Lebensmittel. So viele leckere Gerichte, die keine tierischen Produkte beinhalten, dass mir der "Verzicht" absolut nicht schwerfällt. Ich möchte kein totes Tier auf meinem Teller liegen haben. Nicht mitverantwortlich dafür sein, dass Lebewesen ausgebeutet werden und in den meisten Fällen ein elendiges Dasein verbringen müssen. Wenn du noch mehr wissen möchtest, welche Aspekte die Massentierhaltung beeinflusst, dann lies dir gerne diesen Artikel hier durch. Ich habe selber nie verstanden, warum viele Veganer ihre „Message“ unbedingt nach außen tragen müssen. Jetzt weiß ich es – Man fühlt sich einfach so unfassbar gut, dass man es mit allen Menschen teilen möchte. 


3. Die Zahl auf der Waage sagt nichts aus

Als junges Mädchen hatte ich eine Phase, in der ich mich täglich mehrere Male gewogen habe. Ich konnte dabei zusehen, wie sich das Gewicht mit jeder Flüssigkeitszufuhr und jeder Mahlzeit veränderte. Das hat mich unglaublich deprimiert und verunsichert. Ich hatte damals ein sehr ungesundes Verhältnis zum Essen entwickelt. Seitdem wiege ich mich nicht mehr. Nie. Der einzige Moment, in dem ich auf der Waage stehe, ist einmal im Jahr beim Frauenarzt. Ich kenne meinen Körper mittlerweile sehr gut. Kann meine Kleidergröße abschätzen und merke anhand meiner Proportionen, wenn ich zu- oder abgenommen habe. Aber ich möchte mein Selbstwertgefühl nie wieder von einer Zahl auf der Waage abhängig machen. Diese Zahl ist für mich nicht mehr relevant und ich kann deshalb nur jedem mit auf den Weg geben, dem eigenen Körpergewicht keinen großen Stellenwert in seinem Leben zu geben. 

4. Trinken erleichtert das Leben

„Du musst mehr trinken“ – eine Phrase, die uns immer wieder um die Ohren fliegt. Zurecht, denn eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für unseren gesamten Organismus unabdingbar. Wenn wir zu wenig trinken wirkt sich das auf alles aus: Auf unsere Leistungsfähigkeit, unsere Energie, unseren Körper und sogar auf unser Hungergefühl. Ich habe das Problem, dass ich kein eindeutiges Bedürfnis dazu verspüre, zu trinken. Seitdem ich mir aber „antrainiert“ habe mindestens 2 bis 3 Liter Wasser zu mir zu nehmen, sendet mir mein Körper endlich Signale, dass es wieder Zeit wird mich mit Flüssigkeit zu versorgen. 

5. Fitness bedeutet nicht täglich zu trainieren 

Definierte Arme, Bauchmuskeln und straffe Beine: Wer erhofft sich durch Sport denn keine Optimierung des Körpers? Mittlerweile assoziiere ich mit dem Begriff „Fitness“ allerdings etwas anderes. Ich möchte beweglich sein, nicht zwei Stunden hecheln müssen, wenn ich hektisch zur Bahn renne, und schon gar nicht auf ein bestimmtes Trainings-Programm fixiert sein. Heute habe ich Lust auf einen langen Spaziergang, morgen auf eine HIIT Session und übermorgen bringt mir Yoga die innere Kraft. Oder ich habe einfach nur Lust im Bett zu liegen und Netflix zu schauen – was ebenfalls vollkommen legitim ist. Wenn sich dann zusätzlich noch etwas an meinem Körper verändert, umso besser. Wichtig ist in Bewegung zu bleiben und sich zu spüren. 

6. Gesundheit beginnt im Kopf 

Diesem Thema habe ich einen eigenen Beitrag gewidmet und doch muss ich es nochmal ansprechen: Gesundheit beginnt im Kopf. Bei den eigenen Gedanken, die mit uns auf intelligenteste Weise kommunizieren. Was wir denken, werden wir. Viel zu lange habe ich mich klein gemacht und nicht gesehen, was alles in mir steckt. Ich habe versucht einem Ideal zu entsprechen, dass vollkommen unrealistisch war und mich zusätzlich unter Druck gesetzt hat. Wir müssen in unserem Leben so viele Herausforderungen überwinden, dass es doch fast irrsinnig erscheint, wenn wir sie uns selber stellen. Ziele und Ansprüche zu haben sind gut und bringen uns nach vorn. Aber würden wir an unseren besten Freund oder an die beste Freundin Anforderungen haben, von denen wir wüssten, sie könnten sie niemals erfüllen? Nein. Deshalb ist es unheimlich wichtig endlich damit aufzuhören und sich nicht nur durch die eigenen Erfolge zu definieren.


7. Ich muss etwas tun, das mich erfüllt 

Ich habe mir nach dem Studium für eine lange Zeit Gedanken darüber gemacht, was ich mit dem Rest meines Lebens eigentlich so alles anstellen will. Das Ende des Studiums ist immer auch verbunden mit einem Neubeginn. Meine Tage sind heute ganz anders gefüllt, als noch vor 6 Monaten. Sie sind länger, herausfordernder und verlangen mir mehr ab. Mir ist es unglaublich wichtig in meinem Leben für Dinge einzustehen, von denen ich überzeugt bin. Ganz gleich ob sich das auf den Job bezieht, den Hobbies oder die Auswahl des Freundeskreises. Alles in meinem Leben soll mich und meine Überzeugungen wiederspiegeln. Im Journalismus nicht unbedingt leicht, weshalb ich auch gemerkt habe, dass ich (derzeit jedenfalls) nicht für ein klassisches Medium arbeiten könnte. Es steckt zu viel Aktivist in mir, als dass ich über leidenschaftliche Themen neutral berichten könnte. Das alles ist ein Lernprozess und geschieht nicht von heute auf morgen. Aber irgendwann wachen wir alle auf und sehnen uns nach einer Tätigkeit, die uns erfüllt.

Habt ihr die eine oder andere Erfahrung selber auch gemacht?












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